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MEILENSTEINE IN DER GESCHICHTE ROVERS

Der Name Rover wurde 1884 erstmals für ein Dreirad verwendet.

Das Sicherheitsfahrrad von Rover – Baujahr 1885 – war das erste Fahrrad mit Hinterradantrieb, eine bahnbrechende Erfindung, die den Fahrradbau bis heute prägt.

Das Imperial Rover bewährte sich als bestes Fahrrad seiner Zeit, als es bei den Olympischen Spielen 1908 sämtliche Radwettbewerbe gewann.

Im Polnischen und Slowakischen ist die Bezeichnung „Ro’er“ oder „Rover“ ein Synonym für Fahrrad.

1888 begann Starley mit dem Bau eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs und kündigte es 1903 in einer Ausgabe des Magazins The Autocar als „wohl erstes Motorfahrzeug aus Coventry“ an. 

Der erste Prototyp Rover 8HP wurde am 1. Juli 1904 fertig gestellt.

Rover 8HP 1904

Am 1. Dezember 1904 kam der Rover 8HP auf den Markt. Er war mit einem neuartigen Zentralträgerrahmen mit integrierter Hinterachse ausgestattet und war das meistverkaufte Automobil Großbritanniens (bevor er von dem in Longbridge gebauten Austin Seven verdrängt wurde).

Mehr als 400.000 Fahrräder und 100.000 Motorräder trugen zwischen 1896 und 1924 den Namen Rover.

1907 gewann der erste Vierzylinder von Rover mit 20 PS das Rennen um die Tourist Trophy auf der Isle of Man.

Der 14/45 erhielt 1927 die Dewar Trophy des Royal Automobile Club (RAC) für die 50-malige steile, kurvenreiche Auffahrt zum Bwlch-y-Groes Pass in Wales, und das zu einer Zeit, in der es schon als eine Leistung galt, überhaupt oben anzukommen.

Das erste Automobil mit Allradbremsen war ein 3,5-Liter-Modell aus dem Jahr 1923. Von diesem Rover wurden nur drei Stück gebaut.

In den 20er Jahren wurde der behelmte Wikinger eingeführt. Aus der Standfigur entwickelte sich dann der Wikingerkopf, der schließlich als Galionsfigur eines Wikingerschiffes diente. Der erste Rover, auf dem der Wikingerkopf und das durch die blaue See pflügende schwarze Wikingerschiff auf einer Emailleplakette zu sehen war, war eine 2,0-Liter-Limousine aus dem Jahr 1930.

Rover Gruppenbild 1904 - 2004

Ein Modell mit diesem markanten Wappen, der Light Six, schlug im Januar 1930 bei einem Rennen quer durch Frankreich den „Train Bleu“. Dudley Noble vollbrachte damit eine wahre Heldentat, wenn man bedenkt, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit des berühmten Expresszugs bei rund 65 km/h
lag, wenn alle Haltestellen und Umwege berücksichtigt wurden. Um ihn zu schlagen, musste Noble mehr oder weniger Non-stop von Calais an die Riviera fahren. Er schlug den Zug und seine Mannschaft machte Schlagzeilen im Daily Express. Die glänzende Idee Nobles bescherte Rover großen Erfolg. Unter einem eifrigen neuen Management wurde aus dem Pionier ein etabliertes Unternehmen.

Rovers erster und aktuellster V8

Während des Krieges produzierte Rover Flugzeugteile für die Modelle Arbemarle, Bristol und Lancaster. Darüber hinaus war das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Frank Whittle an der Entwicklung der Gasturbine beteiligt, aus der das Düsentriebwerk entstand, das die Luftfahrt revolutionierte.

Als „One of Britain’s Fine Cars“ wurde der vornehme P3 zu einem echten Statusymbol und war durch und durch der Inbegriff des gediegenen, kultivierten Automobils.

Kein Wunder also, dass Rover sich seine Kenntnisse im Gasturbinenbau zunutze machte. Der JET1 stellte 1952 mit einer Geschwindigkeit von 152,9 Meilen pro Stunde (etwa 240 km/h) auf einem Teilstück der noch nicht fertig gestellten Autobahn bei Jabbeke in Belgien einen Rekord für Landfahrzeuge mit Gasturbinenantrieb auf.

Der als „Auntie“, also Tantchen, bekannte Rover P4 war bei Ärzten, Bankiers und Geschäftsleuten sehr beliebt. 1958 reisten Ted Eves und Denis (Jenks) Jenkinson vom Magazin Autocars gemeinsam mit Jesse Alexander von Sports Cars illustrated in einem Rover P4 90 zu dem (einzigen) marokkanischen GP-Rennen nach Casablanca. Die Rückreise führte sie über Turin, wo sie die Automobilausstellung besuchten. Den Berichten des Fahrers zufolge hat das Fahrzeug die Reise mühelos bewältigt, wobei die Leistungsgrenzen längst nicht erreicht wurden. Man fühlte sich wie zu Besuch bei einer alten Tante. Selbst die tickende Uhr auf dem Kaminsims hatte ein Pendant auf dem Armaturenbrett des Rovers.

Rover 8 HP 1904 / Rover 75 V8 2004

Im März 1961 wurde ein Rover P5 an die Königin Mutter ausgeliefert. Die 3-Liter-Limousine war dunkelgrün lackiert und hatte eine silbergraue Innenausstattung.

1963 nahmen Graham Hill und Richie Ginther mit dem Rover B.R.M. mit Gasturbinenantrieb außer Konkurrenz am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil, bei dem sie den achten Platz erzielt hätten. 1965 belegten Graham Hill und Jackie Stewart Rang Zehn.

In den 60er Jahren wurde die Königin an ihren privaten Wohnsitzen Windsor und Sandringham oftmals in einer Rover P5 Limousine gesehen. Die Originalfahrzeuge sind heute als Leihgaben im Heritage Motor Centre in Gaydon zur Besichtigung ausgestellt.

Der Rover P5 wurde zu einem beliebten Fahrzeug für Premierminister, Minister, Amts- und Würdenträger und hochrangige Geschäftsleute.

1963, als die ersten Autobahnen eröffnet wurden, kam der Rover 2000 als erste kompakte Luxuslimousine auf den Markt. Der Rover 2000 war das erste Fahrzeug, das serienmäßig mit Scheibenbremsen ausgestattet war. Zudem war er erster Träger des begehrten Titels „Car of the Year“.

Im Jahr 1977 wurde auch der Rover SD1 als „Car of the Year“ ausgezeichnet. Darüber hinaus gewann er die zweite Tourist Trophy für das Unternehmen. Der viertürige Rover 200 war das erste Modell, das in Zusammenarbeit mit Honda entwickelt wurde.

Der Rover 800 (Projekt XX), eine weitere Gemeinschaftsproduktion mit Honda, kam 1986 auf den Markt und gehörte ebenfalls zu den Anwärtern auf den Titel „Car of the Year“. Der 800 war unter Geschäftsleuten und Ministern äußerst beliebt.

Der Rover 200 (R8) war als Dreitürer, Fünftürer, zweitüriges Coupé und Cabrio erhältlich und wurde bald zum meistverkauften Produkt von Rover.

Ein 1,4-Liter Rover Metro stellte im September 1990 21 Geschwindigkeitsrekorde in der Klasse F (1100-1500cc) auf, und 1992 erzielte ein Rover 220 Coupé Turbo einen Geschwindigkeitsrekord von 155,53 Meilen pro Stunde (250 km/h) in der 2,0-Liter-Klasse.

Rover Gruppenbild

1993 kam die attraktive Modellreihe 600 von Rover auf den Markt. Das elegant proportionierte Modell war als Dienstlimousine sehr beliebt und war möglicherweise ein wesentlicher Grund dafür, dass die Rover Group 1994 von BMW übernommen wurde.

Die zweite Generation des Rover 200 wurde bei der Earls Court London Motorfair 1995 präsentiert. Sie vollzog die Rückkehr zu einem modernen britischen Design.

Der erhabene Rover 75 kam 1998 als Markenflaggschiff auf den Markt. Es ist ein Fahrzeug für den anspruchsvollen Fahrer, der auch auf Langstrecken nicht auf Komfort verzichten möchte. Der Rover 25, der im Oktober 1999 auf den Markt kam, war im April 2000 das meistverkaufte Fahrzeug in Großbritannien.

Der Rover 45, der die 400er Modellreihe ablöste, war effektiv das erste im 21. Jahrhundert auf den Markt gebrachte neue Modell. Er hat sich als außergewöhnlich wartungsfreundlich und zuverlässig erwiesen und ist daher für jeden Besitzer ein Gewinn.

Inzwischen wurde der Rover 75 von Fachleuten aus aller Welt gewürdigt und mit internationalen Auszeichnungen überhäuft.

Am Dienstag, den 8. Juli 2003, wurde ein neuer kleiner Rover namens „CityRover“ vorgestellt. Mit dem modernen Fünftürer ist nunmehr eine vierte Plattform zur Rover Produktpalette hinzugekommen. Darüber hinaus wurde mit dem Streetwise ein robuster Stadtflitzer auf den Markt gebracht.

Am Donnerstag, den 10. Juli 2003, lief der fünfmillionste Rover vom Band. Die Fertigstellung der 75 Limousine mit einer Speziallackierung in Aubergine wurde mit einem Besuch von Prince Edward gebührend gefeiert.

2004, im Jahr des hundertjährigen Bestehens, hat Rover seine Produktpalette mit überarbeiteten Versionen der Modelle 75, 45 und 25 modernisiert und ihr mit neuer Technik und verbesserter Sicherheitsausstattung innen wie außen eine frische neue Identität gegeben. Als Markenflaggschiff wurde der Rover 75 V8 mit einem größer dimensionierten, prächtigen Kühlergrill stolz beim Genfer Automobilsalon präsentiert. Das Highlight der Automobilausstellung in Birmingham war eine in Longbridge gebaute Rover 75 Limousine ebenfalls mit großem Kühlergrill.


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